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Sonntagsfragebogen
Pfarrer i.R. Johann Six
Name (Alter), Beruf, Wohnort
J ohann Six, 71 Jahre, Pfarrer im Ruhestand, wohnhaft im Pfarrhaus Haselbach, seit heute
(1. September) tätig in der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels-Haselbach/Herrnfehlburg
Wie sieht Ihr idealer Sonntag aus?
Als der Tag, der Gott gehört – mit einer lebendigen Gemeinde Eucharistie feiern und in der Predigt die Gläubigen ansprechen und ihnen Mut machen können. Ein gutes Mittagessen von meiner Schwester Cilla, vielleicht auch mit Gästen. Mittagschläfchen, Spaziergang am Nachmittag, Besuch von Verwandten, die jetzt nicht mehr so weit weg sind, und ein gemütlicher Abend im Wohnzimmer.
Welches Buch lesen Sie zurzeit?
„Kirchengeschichte - Durchblicke Einblicke, Begegnungen“, das ich schon länger habe.
Wer oder was nervt Sie besonders?
Leute, die voreingenommen sind, nicht zuhören können oder wollen oder einem etwas vormachen möchten.
Fühlen Sie sich jünger oder älter als Sie sind?
Durch den Umgang mit den Kindern im Religionsunterricht, mit Ministranten und der Jugend habe ich mich lange für jünger gehalten als ich bin.
Was hätten Sie werden wollen wenn nicht Pfarrer?
Ich habe mich schon als Landwirt gesehen bis mich mein damaliger Heimatpfarrer Josef Schmid gefragt hat, ob ich nicht studieren und Pfarrer werden möchte.
Was sollte man unbedingt lernen im Leben?
Den Rat von Bischof Helder Camara: „Sag ja zu den Überraschungen, die Deine Pläne durchkreuzen, Deine Träume zunichte machen, Deinem Tag – ja vielleicht Deinem Leben - eine ganz andere Richtung geben. Lass dem himmlischen Vater die Freiheit, selber den Entschluss Deiner Tage zu bestimmen.“
Wer oder was möchten Sie gerne einmal sein?
Ich bin damit zufrieden, dass ich Priester geworden bin und jetzt als Ruhestandspfarrer in der Pfarreiengemeinschft Mitterfels-Haselbach/Herrnfehlburg mitarbeiten kann.
Wem möchten Sie unbedingt einmal begegnen?
Meinem Namenspatron, dem hl. Apostel und Evangelisten Johannes.
Und wem lieber nicht?
Ich scheue mich nicht auch Leuten zu begegnen, die viel Unheil angerichtet haben, um mich zu fragen: Wie konnten sie soweit kommen?
Welche Figur aus der Geschichte fasziniert Sie besonders?
Lichtgestalten in der Kirchengeschichte, wie dem hl. Franz von Assisi, der hl. Elisabezth, Pater Max Kolbe oder Papst Johannes XXXIII., die ihr Christsein jeder auf ihre Art radikal gelebt haben.
Was lieben Sie an sich besonders?
Dass mich Leute mögen trotz mancher Fehler und Schwächen.
Was mögen Sie nicht an sich?
Dass ich manchmal zaudere und unschlüssig bin.
Darf man lügen?
Nein! Um nicht über jemand etwas Verletzendes sagen zu müssen, soll man den Mut haben zu sagen: Darüber möchte ich jetzt nicht sagen – selbst wenn man damit neugierige Leute verärgert
Stellen Sie sich ein besonders schönes Erlebnis vor!
Wenn ich jemand helfen kann, Gott zu suchen und zu finden.
Was würden Sie sich sagen, wenn Sie sich einmal zufällig selbst begegnen würden?
Gut, dass ich Dich treffe. Gut, dass es Dich gibt.
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