|
|
 |
|
 |
 |
|
 |
|
|
|
Ein besonderer Träger der Patenschaft
Oberleutnant Andreas Šafra ist nach Bayreuth versetzt - Verabschiedung durch Gemeinderat, Krieger- und Soldatenkameradschaft, Kompanie und Weggefährten
Haselbach. (sig) In der vergangenen Woche gab es in Edt eine kleine Abschiedsfeier für einen herausragenden Repräsentanten der Patenkompanie. Oberleutnant und Kompanieoffizier der 4./PzPiBtl 4 Oberleutnant Andreas Å afra versieht seit Anfang des Monats seinen Dienst nun im Landeskommando Bayern in Bayreuth, wo er für alle Belange der zivil-militärischen Zusammenarbeit zuständig sein wird. Dass er dafür ein “besonders Händchen” hat, bewies er seit Juli 2007, in dem er das gute Verhältnis zwischen Haselbach und der Patenkompanie mit formte. So hat er sich besonders beim 100-jährigen Gründungsfest der Krieger- und Soldatenkameradschaft durch die Organisation einer Waffenschau einen bleibenden Dank verdient.
Der Offizier hat aber nicht nur in seiner bisherigen Kompanie und im Rahmen der Patenschaft Zeichen gesetzt. Durch seine sportlichen Leistungen fand er bei den Rautenkickern aus Bogen und bei Wettbewerben ebenso Anerkennung, wie bei der Unterstützung der Bettina-Bräu-Stiftung. So war es auch kein Wunder, dass Weggefährten wie Stabsfeldwebel Ricardo Stolze selbst aus Husum angereist waren, um Andreas Å afra Lebewohl zu sagen. In seiner ihm eigenen Art als selfmade-Mann hat der Offizier die Organisation seiner Verabschiedung von der Ausschilderung über die Zubereitung des Rehragouts bis hin zur Programmgestaltung selbst übernommen. In einer launigen Ansprache ließ er die wichtigsten Stationen, Ereignisse und Personen seit 2007 Revue passieren und verteilte die dazu passenden kleinen “Aufmerksamkeiten”. Erster Bürgermeister Hans Sykora sprach dem scheidenden Kompanieoffizier der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 aus Bogen auch im Namen des Gemeinderats den Dank der Gemeinde für die seit Juli 2007 geleistete Arbeit im Rahmen der Patenschaft aus. “Schon bei ihrem ersten Auftritt bei der Jokobi-Kirchweih haben sie gezeigt, dass sie sich in besonderer Weise für das Patenschaftsverhältnis einsetzen wollen”, so Hans Sykora. Er wünschte dem scheidenden Offizier alles Gute für den weiteren beruflichen Werdegang und überreichte ihm eine Wanduhr mit Haselbacher Orts-Motiven zur Erinnerung an die Zeit in der Gemeinde. 1. Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Ludwig Zollner hob das gute Verhältnis zwischen Oberleutnant Å afra und der KuSK hervor, die sich in einer Vielzahl von dienstlichen und privaten Aktivitäten gezeigt habe. Ludwig Zollner wünschte ein baldiges Wiedersehen in Bogen oder bei einem Besuch in Edt. Er überreichte ein aus Holz geschnitztes “Ebenbild” des Hundes Mika, der mit seinem Herrchen Andreas das gute Verhältnis mit geprägt hätte. Seitens der Kompanie erhielt der Offizier von seinen Kameraden nicht nur eine Ehrenkarte zum Rückspiel BVB gegen Schachtor Donez im Rahmen des Europapokals sondern vom Kompaniefeldwebel Rainer Keml auch einige “Erinnerungen” an die Dienstzeit bei der 4. Kompanie. Einen Höhepunkt des geselligen Abschiedabends bildete die Einlösung einer Wette. Ein eingefleischter HSV-Fan musste in einem BVB-Trikot eine Lobesrede über Borussia Dortmund schwingen, nachdem er sich gegen Andreas beim Ausgang der Deutschen Fußballmeisterschaft 2012 vertippt hatte. Die Gäste saßen noch etliche Stunden zusammen, um bei Gesprächen die tolle Patenschaft zwischen Haselbach und seiner Patenkompanie erneut zu bekräftigen.
|
|
|
|
Wechsel des Chefs der Patenkompanie
Hauptmann Volkmar Grund gibt seine Auslandserfahrung in München weiter - Rückblick und Dank für eine intensiv gelebte Patenschaft - Nachfolger ist bereits integriert
Haselbach. (sig) Im Zuge des Wechsels des Kompaniechefs bei der 4. Panzerpionierbataillon 4 trafen sich Vertreter der Patengemeinde und der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KuSK) sowie die Patenkompanie in der vergangenen Woche zunächst zu einem Grillabend auf dem Wasserübungsplatz Bogen, um Hauptmann Volkmar Grund zünftig zu verabschieden. Nach etwa zweieinhalb Jahren wird dieser nun in München Dienst tun und als gebürtiger Sachse damit seiner neuen bayerischen Heimat treu bleiben. Einen Großteil seiner Kompaniechefzeit war er im Rahmen internationaler Einsätze tätig. Trotzdem hat er es verstanden, die Verbindung mit der Patengemeinde Haselbach zu intensivieren und neben den schon bisher gepflegten Aktivitäten wie Vergleichsschießen, Familiennachmittage sowie Teilnahme am Kirchweihauszug und Volkstrauertag weitere Aktivitäten wie Biwakabende, Besprechungen in Edt und Unterstützung bei verschiedenen Anlässen und festliche Jahreswechsel einzuführen. Ein unvergesslicher Höhepunkt war für Hauptmann Volkmar Grund das 100-jährige Gründungsfest der KuSK, in das die Erneuerung der 25-jährigen Patenschaft unter anderem mit einer Waffenschau eingebunden war. Aber auch das Kennenlernen seiner bayerischen Lebensgefährtin Andrea gehört mit zu seinen schönsten Augenblicken seiner Zeit in Bogen. Der Kompanie überreichte er zur Erinnerung eine Säulenbuche aus einer Baumschule in Radmoos, die vor dem Unterkunftsgebäude in der Graf-Aswin-Kaserne einen ehrenvollen Platz erhalten wird. Die Unteroffiziere der Kompanie stellten ihrem scheidenden Chef abschließend knifflige Aufgaben, die dieser aber mit Bravour lösen konnte. Nachdem am darauffolgenden Tag Hauptmann Volkmar Grund seinen Hauptansprechpartnern in der Patengemeinde wie Erster und Zweiter Bürgermeister, Gastwirtin Gunda Häuslbetz, Allrounder der KuSK Heini Stahl und dem Pressebüro einen Abschiedsbesuch abgestattet hatte, wurde die offizielle Kompanieübergabe im Ortsteil Edt vollzogen. Nach einem gemeinsamen Marsch der Patenkompanie mit der KuSK zum Appellplatz, wo bereits die Abordnungen der restlichen Kompanien des PzPiBtl 4 Aufstellung genommen hatten, übernahm S3-Stabsoffizier Oberstleutnant Markus Jakob Dobmeier als Vertreter des Bataillonskommandeurs das Kommando. Er konnte zunächst verkünden, dass nunmehr alle Soldaten des Bataillons heil aus den Auslandseinsätzen zurückkehrt seien. Nachdem er Oberleutnant Schmidt mit einer Urkunde ausgezeichnet hatte, schilderte er die großen Verdienste des Kompaniechefs Volkmar Grund aus der Sicht des Bataillons. Dieser meldete dann letztmals seine Kompanie an den S3-Stabsofizier. Mit der Übergabe der Standarte der 4. Kompanie an Oberleutnant Robert Weidemann bekam dieser die Verantwortung über die Patenkompanie übertragen. Bei einem anschließenden Empfang, der mit einem Bieranstich, dem Eintreffen der Blaskapelle „D´Felsnstoana“ und Essen aus Mariannes Küche eröffnet wurde, war sich Erster Bürgermeister Hans Sykora mit seinem Gemeinderat einig, mehr als zwei schöne Patenschaftsjahre mit der 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 4 erlebt zu haben. Nach seiner Rückschau auf die vielen gemeinsamen Aktivitäten dankte Hans Sykora dem scheidenden Kompaniechef mit einer Luftaufnahme von Haselbach und wünschte ihm alles erdenklich Gute mit den Worten: „Sie haben immer einen Platz frei in Ihrer Patengemeinde – im Festzelt sogar mit einem Gickerl und einer frischen Maß Bier“. Der 1. Vorsitzende der KuSK Ludwig Zollner erinnerte ebenfalls an die zahlreichen Aktivitäten, die während der Zeit von Hauptmann Volkmar Grund stattgefunden haben. Er dankte dem Kompaniechef, dem „Spieß“ Stabsfeldwebel Rainer Keml und Oberleutnant Andreas Safra für deren unermüdlichen Einsatz im Rahmen der Patenschaft und überreichte Volkmar Grund ein Fotoalbum mit wichtigen Stationen seiner Zeit in und mit der Patengemeinde. Dem Nachfolger Oberleutnant Robert Weidemann wünschte Ludwig Zollner eine glückliche Hand in der Fortführung der bisher guten Verbindung zwischen der 4. Kompanie und der Gemeinde Haselbach. Hauptmann Volkmar Grund verabschiedete sich mit Gedanken an die Soldaten und die Vertreter der Patengemeinde und KuSK. Mit der Rückgabe des Ortsschilds Haselbach, das bei allen Auslandseinsätzen dabei war, und der Aushändigung der letzten Gegenstände an seinen Nachfolger nahm er seine letzten Amtshandlungen vor. Die Kompanie überraschte ihren scheidenden Chef mit einen großen Wappen und Darbietungen der kompanieeigenen Heavy Metal-Band. Der Nachfolger Oberleutnant Robert Weidemann war zunächst Zugführer in der 3. Kompanie und wechselte 2011 als Einsatzoffizier in die 4. Kompanie. Dort vertrat er den scheidenden Kompaniechef während seiner Auslandseinsätze. Insofern ist er bereits intensiv in die Patenschaft mit der Gemeinde Haselbach eingebunden gewesen. „ Ich war bisher mindestens einmal pro Woche in Edt“, verriet er der Presse. Er ist verheiratet, hat einen zweijährigen Sohn und wohnt in Bogen. Bei kühlen Getränken und zünftiger Musik endete eine außergewöhnliche Übergabe der Patenkompanie in Edt. Trotz einsetzenden Regens war erst in den späten Abendstunden Schluss mit dem Feiern.
|
|
|
|
Gedenken, Gerechtigkeit, Frieden
Gemeinderat, Ortsvereine, Patenkompanie und Bevölkerung gedachten der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror - Gottesdienst in der Pfarrkirche mit anschließendem Totengedenken am Ehrenmal
Haselbach. (sig) Am Volkstrauertag gedachten Gemeinderat mit erstem Bürgermeister Hans Sykora, Pfarrgemeinde mit Ruhestandspfarrer Johann Six, Krieger- und Soldatenkameradschaft mit ihrem 1. Vorsitzenden Ludwig Zollner, eine Abordnung der Patenkompanie unter der Führung von Hauptmann Robert Weidemann, Ortsvereine sowie Gemeindebürger gemeinsam der Toten und Vermissten von Kriegen und Einsätzen sowie der Opfer von Gewalt und Terror in aller Welt. Den Kirchenzug führte erstmals die Blaskapelle “De echtn Hoslbecka” an, die auch den Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Liedern der Schubert-Messe musikalisch umrahmte. Böllerschüsse aus der Salutkanone der Krieger- und Soldatenkameradschaft begleiteten den Einzug in die Pfarrkirche. Unter dem Leitthema “Die Opfer wollen uns mahnen” gestaltete Pfarrer Johann Six die Messe, die nach den Fürbitten auch die namentliche Verlesung der aus der Pfarrgemeinde Haselbach-Herrnfehlburg Gefallenen und Vermissten des I. und II. Weltkrieges durch Siegfried Schuster und Heinrich Stahl umfasste.
Nach der Messe versammelten sich die Teilnehmer zum Totengedenken am Ehrenmal. Dort hatten bereits zwei Unteroffiziere der Patenkompanie aus Bogen mit Stahlhelm und Fackeln Ehrenwache bezogen. Nach Gedanken zum Wort Shalom und dem priesterlichen Segen durch Pfarrer Six wandte sich erster Bürgermeister Johann Sykora an die Teilnehmer. Aus den einstigen Heldengedenktag sei richtigerweise der Volkstrauertag geworden, an dem an die Opfer und die Leiden von Krieg, Terror und Gewalt erinnert werde. Doch diese Erinnerung dürfe sich nicht in der Trauer über das Verlorene und die Wut über die Sinnlosigkeit erschöpfen. Gerade in unserer globalisierten Welt sei es wichtig, die Bürgerkriege, den Terror und die gewaltsamen Revolutionen nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern sich in seinem persönlichen Umfeld aktiv für den Frieden einzusetzen. Alles was wir denken, tun und sagen kann in Familie, Gesellschaft und auf der ganzen Welt sowohl Krieg als auch Frieden bringen. Wer Frieden will muss sich um eine gemeinschaftliche Gerechtigkeit kümmern. “Dies gelingt jedoch nur dann dauerhaft, wenn einer gemeinschaftlichen Gerechtigkeit ein höherer Stellenwert als persönlichen Interessen eingeräumt wird”, so Hans Sykora. Zusammen mit Ludwig Zollner nahm der erste Bürgermeister dann die Totenehrung vor. Als sichtbares Zeichen des Gedenkens legten beide Kränze am Ehrenmal nieder. Die Blaskapelle intonierte dabei unter den Schüssen der Salutkanone das Lied “Vom Guten Kameraden” sowie die Nationalhymne. Im Anschluss an die Totenehrung dankte Hans Sykora allen Teilnehmern für ihr Mittun an dieser Feier. Der Zug marschierte mit Musik und begleitet von Böllerschüssen durch die Straubinger Straße nochmals am Ehrenmal vorbei und löste sich dann vor dem Gasthaus Gunda Häuslbetz auf. Traditionell schloss sich dort anschließend die Jahreshauptversammlung der KuSK Haselbach an.
|
|
|