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Kostspielige Investitionen stehen an

Erster Bürgermeister gab seinen jährlichen Rechenschaftsbericht für Gemeindebürger ab - Rückblick 2015 und Vorschau 2016/2017 – Turnhallenneubau, Ertüchtigung der Kläranlage und Sanierung Johann-Baier-Straße sind Investitionsschwerpunkte

Am Wochenende hatte Erster Bürgermeister Johann Sykora zur jährlichen Bürgerversammlung eingeladen. Vor Gemeinderäten, Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft, Bediensteten, Vereinsvorständen und ehrenamtlich tätigen Bürgern sowie Interessierten legte er zunächst einen Rechenschaftsbericht über das Jahr 2015 ab und informierte dann über geplante Vorhaben. In der anschließenden Diskussion kamen Fragen, Wünsche und Informationen zur Sprache.

Erster Bürgermeister Hans Sykora dankte bei seiner Begrüßung den Anwesenden für ihr Interesse. Bei dem jährlichen Rechenschaftsbericht käme darauf an, über die Arbeit des Gemeinderats zu informieren, Beschlüsse zu erläutern, erledigte Arbeiten und Planungen bekanntzugeben sowie Anregungen der Bürger aufzunehmen. In seinem Rechenschaftsbericht trug er zunächst detaillierte statistische Zahlen über die Gemeinde und die Verwaltungsgemeinschaft Mitterfels vor. Der Gemeinderat hat 2015 neun Sitzungen abgehalten, es wurden 23 Bauanträge gestellt, die Einwohnerzahl hat die 1700-Marke mit steigender Tendenz deutlich überschritten, es gab 18 Geburten und 13 Sterbefälle. 15 Paare haben die Ehe geschlossen und zwei Paare haben sich wieder getrennt. Das amtliche Mitteilungsblatt der VG, der „Gemeinde-Bote“, ist in 297 Haushalten vorhanden. Der Personalstand der vier Gemeinden, der beiden Schulverbände und der Geschäftsstelle der VG beträgt 119 Bedienstete.

Die wichtigsten Daten des etwa 2,1 Millionen umfassenden Haushaltsplans 2015 waren die Entwicklung des Schuldenstands, der in den letzten fünf Jahren kontinuierlich abgenommen habe und nun bei etwa 43 000 Euro angekommen ist. Mit 24 Euro liegt die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde deutlich unter dem Landkreisdurchschnitt. Die größten Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt waren die Schlüsselzuweisung, der Einkommensteueranteil, die Grundsteuer B und die Gewerbesteuer. Die höchsten Ausgaben waren die Kreisumlage, die VG-Umlage, die Schulverbandsumlage sowie der Betrieb der Kindertagesstätte St. Jakob. Bei den Investitionen schlugen hauptsächlich die Kanalerweiterung Zachersdorf, Felling, Wenamühle, Dachsberg, Straßensanierungen und die Linksabbiegespur Staatsstraße-Fellinger Straße zu Buche.    

In der Kindertagesstätte St. Jakob werden derzeit 44 Kindergartenkinder und fünf Krippenkinder betreut. Neben der Leiterin Silke Lehmann kümmern sich drei Kindergartenpflegerinnen, drei Erzieherinnen und zwei Vorpraktikantinnen um die Kleinsten der Gemeinde. 75 Schüler aus dem Schulverband Mitterfels-Haselbach werden in vier Klassen und einer Doppelklasse in der gemeindlichen Grundschule unterrichtet. An der Mittagsbetreuung nehmen mittlerweile 20 Schüler teil, die
durch zwei Kräfte beaufsichtigt und verköstigt werden. Das Lehrerzimmer und das Elternsprechzimmer sind neu ausgestattet worden. Weiterhin informierte Hans Sykora über die Entfernung des Wintersplits. Er bat darum, an Wegen und Straßen private Sträucher und Bäume zurückzuschneiden. Wiederholt werden Verstöße gegen die Anleinpflicht von großen Hunden festgestellt. Die damit verbundenen Verunreinigungen von Wegen und Plätzen und insbesondere Kinderspielplätzen sowie Gefahren für Kleinkinder lassen auf mangelndes Verantwortungsgefühl einiger Mitbürger schließen. Verstöße werden weiterhin nicht toleriert. Die Kanalgebühren liegen im Landkreisdurchschnitt. Der Wasserhochbehälter in Buchberg mit einem Fassungsvermögen von 1700 Kubikmeter wurde kürzlich mit einem Kostenaufwand von 1,4 Millionen Euro fertiggestellt. In diesem Zusammenhang liegen die Wassergebühren nunmehr bei 1,95 Euro/Kubikmeter. Im Baugebiet „Schmelling“ läuft der Grundstücksverkauf sehr gut. Daneben steht in Felling steht ein Gewerbegebiet mit etwa 12 000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Straßenbeleuchtung ist auf LED-Technik umgestellt worden, bedarf jedoch an einigen Stellen noch der Optimierung. Wolfgang Graßer als Energy-Scout der Gemeinde berät über alle Fragen der Energie. 

Als Ergebnis der Karfreitagsbesichtigung sind Bäume aufgefallen, die entfernt werden müssen. Erfreulich seien die Aktivitäten der neu aufgestellten KLJB, die sich bei verschiedenen Anlässen schon einen guten Namen gemacht hat. In der Tiefenbachstraße sind derzeit 16 Asylbewerber untergebracht, die durch einen Helferkreis in allen Angelegenheiten der Integration und des täglichen Lebens betreut und unterstützt werden.

Bei der Vorschau auf das Jahr 2016 sprach Hans Sykora die Fertigstellung des Kanalbaus in Dachsberg an. Daneben wird die Grundschule mit Beamern und Dokumentenkameras ausgestattet.  Die 1. Stufe des Breitbandausbaus ist angelaufen. Die Anlage eines Gehweges in der Bahnhofstraße soll durch Gemeindearbeiter erfolgen. Im Friedhof wird eine neue Urnenstele errichtet. Neben laufenden Straßensanierungen muss die Kläranlage ertüchtigt werden. Die Ausschreibung soll im Herbst erfolgen. Teile der Johann-Baier-Straße bedürfen einer umfangreichen Sanierung. Dazu laufen derzeit die Planungen. Mit dem Neubau der Turnhalle wird 2017 begonnen. Der Schulsport soll in diesem Zeitraum in Haibach stattfinden.

Der Erste Bürgermeister dankte den Verantwortlichen der Gemeinde und Pfarrgemeinde, der Verwaltungsgemeinschaft und des Schulverbands, des  Landkreises und Freistaates für ihre Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben und den Bürgern für ihr Mitwirken an den verschiedenen Aktivitäten der Gemeinde wie Faschingsdienstagumzug und Jakobi-Kirchweih. Besonderes Lob erhielten alle Personen und Vereine, die sich in der Jugendarbeit engagieren sowie die Patenkompanie, mit der im Rahmen der Jakobi-Kirchweih das 30-jährige Bestehen der Patenschaft gefeiert werden kann.

Bei der anschließenden Diskussion ging es zunächst um den Stand der Straßenausbausatzung. Hierzu liegt noch keine Entscheidung vor. Der Rathausplatz ist ein öffentlicher Parkplatz und sollte daher nicht durch Dauerparker belegt sein. Ein Bürger beurteilt den Einsatz eines Baggers als pietätlos. Der Förderkreis Kinder Haselbach e.V. würde es begrüßen, wenn im Zuge des Turnhallenneubaus auf dem Schulgelände ein Jugendtreff mit verschiedenen Sporteinrichtungen entstehen könnte.

Ein landwirtschaftlicher Nutzer des öffentlichen Wiesen und Waldweges von Thurasdorf nach Tiefenbach beklagte die Einschränkungen im der Straßenführung an der Hubertus-Kapelle. Nachdem Johann Sykora den offiziellen Teil der Versammlung erklärt hatte, wurden die Informationen des Abends im kleinen Kreis nochmals weiter vertieft.  

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